Woran erinnert man sich eigentlich, wenn man an eine Reise zurückdenkt?
Was ist es, das Wochen, Monate oder manchmal sogar Jahre später noch geblieben ist? Vor ein paar Wochen ist etwas passiert, das uns noch länger beschäftigt hat.
Eine Frage, die uns geblieben ist …
Einer unserer Gäste fragte uns, warum wir uns eigentlich „so viel antun“. Warum wir versuchen, unsere Gäste persönlich zu begrüßen. Warum wir uns Zeit nehmen, nachfragen, Tipps geben und uns am Ende – wenn es sich ausgeht – auch gerne persönlich verabschieden. Das würde doch alles viel effizienter funktionieren. Und natürlich hat er recht. Wir könnten kurz vor der Anreise eine Nachricht schicken: „Hallo, euer Türcode lautet 34567. Schönen Urlaub!“ Und uns vermutlich während des gesamten Aufenthalts nicht einmal begegnen. Aber dieser Gedanke für uns nicht ganz richtig an, denn nach einer langen Fahrt, nach Stau, Kofferpacken und vielleicht einem viel zu frühen Wecker am Morgen können ein lächelndes Gesicht und ein ehrliches „Hallo, schön, dass ihr da seid“ ganz schön viel ausmachen. Vielleicht bleibt es genau dabei. Vielleicht entsteht daraus ein Gespräch. Ihr erzählt, was ihr die nächsten Tage vorhabt, fragt nach einem Restaurant oder wir verraten euch einen Platz, an dem wir selbst gerne sind. Nichts davon ist spektakulär. Aber muss es das überhaupt sein?
Die kleinen Dinge dazwischen
Persönliche Gastfreundschaft bedeutet für uns nicht, dass ständig jemand da sein muss. Denn Urlaub bedeutet genauso, die Tür hinter sich zu schließen. Lange zu schlafen. Pläne über den Haufen zu werfen. Den ganzen Tag unterwegs zu sein oder auch einmal gar nichts zu machen. Es geht vielmehr um die kleinen Dinge dazwischen.
Momente, die in keinem Buchungssystem stehen und auf keiner Ausstattungsliste zu finden sind. Und vielleicht ist es gerade deshalb so schön, wenn sie entstehen.
Denn irgendwo zwischen all dem Planen, Buchen, Einchecken und Auschecken passiert das, worum es beim Reisen doch eigentlich geht: Für eine Weile woanders zu sein und sich trotzdem wie zu Hause zu fühlen. Wir versuchen nämlich nicht, einem Apartment künstlich das Gefühl von Zuhause zu geben. Dieses Haus war schon immer eines.
Ein Haus, das schon immer ein Zuhause war
Lange bevor das Vergissmeinnicht ein Aparthaus wurde, war es ein Familienhaus. Hier wurde gelebt und gelacht und gearbeitet. Generationen der Familie haben hier ihre Spuren hinterlassen und das Haus mit ihren ganz eigenen Geschichten gefüllt. Als wir angefangen haben, daraus das Vergissmeinnicht zu machen, wollten wir dieses Gefühl nicht einfach mitrenovieren. Wir wollten es behalten. Und heute teilen wir ein Stück davon. Die Menschen, die durch die Haustür kommen, sind zwar andere geworden, aber während sie hier sind, füllen sie dieses alte Familienhaus wieder mit Leben. Mit Stimmen im Gang. Mit Lachen. Mit Gesprächen. Mit Kindern, die ein- und auslaufen. Mit neuen Geschichten und Erinnerungen. Und irgendwie finden wir den Gedanken wunderschön, dass aus einem Familienhaus ein Zuhause auf Zeit für ganz viele unterschiedliche Menschen geworden ist. Vielleicht ist Welcome home deshalb auch weniger unser Motto als vielmehr das Gefühl, das wir mit diesem Haus weitergeben möchten.
Was am Ende bleibt
Und damit zurück zu der Frage vom Anfang: Woran erinnert man sich eigentlich, wenn man an eine Reise zurückdenkt? Vielleicht gibt es darauf gar nicht die eine Antwort. Vielleicht ist es ein bestimmter Ausblick. Ein Abend, der länger wurde als geplant. Ein Essen, von dem man zu Hause noch erzählt. Ein Mensch, dem man begegnet ist. Ein Gespräch, mit dem man nicht gerechnet hat. Aber wahrscheinlich erinnern wir uns vor allem an die Orte, die etwas in uns ausgelöst haben. Und wenn ihr irgendwann an eure Zeit im Vergissmeinnicht zurückdenkt und euch nicht nur an das Apartment erinnert, sondern an das Gefühl, gerne angekommen zu sein, dann ist das vielleicht genau das, was diesen Ort für uns besonders macht. In diesem Sinne, welcome home.
Eure Gastgeber, Elena & Peter

